Newsletter März 2021

März 19, 2021 | Newsletter

Geschätzte Sponsoren und Interessierte

Im letzten Newsletter vom Dezember 2020 haben wir auf die Präsidentenwahl in Uganda hingewiesen. Mitte Januar dieses Jahres hat sie stattgefunden unter Protesten der Opposition. Es gab Einschüchterungen, Ausschreitungen mit Toten und massive Wahlmanipulation. Unter diesen Umständen hat sich der bisherige Diktator Museveni, seit 35 Jahren im Amt, für eine weitere Amtszeit als gewählter Präsident ausgerufen. Regina und viele ihrer Landsleute sind grenzenlos enttäuscht und traurig, dass die Hoffnung auf ein neues Uganda zerschellt ist.

Zu den Schulöffnungen gibt es von First Lady und Bildungsministerin Janet Museveni keine einheitlichen Anweisungen. Während die Prüfungskandidaten unterrichtet werden seit Mitte Oktober, sollen andere Klassen gestaffelt zur Schule kommen und wieder andere, wenn die Abschlussprüfungen vorbei sind. Die Jüngsten sollen in Zukunft mit fünf Jahren in die 1. Primarklasse eintreten. Es wird erwartet, dass sie von ihren Eltern spielerisch gefördert und auf die Schule vorbereitet werden. Eine Absurdität, wenn man an die Verhältnisse der Landbevölkerung denkt!

Zum Schulbetrieb an der BSSK: Im März finden die Prüfungen der beiden Abschlussklassen 4 und 6 statt. Senior 3 und 5 werden bereits unterrichtet, während die 1.- und 2.-Klässler voraussichtlich ab April in die Schule kommen dürfen. Das stellt Regina vor Probleme bei der Lehrer-Rekrutierung. Diese möchten einen 100-Prozent-Job, aber können zur Zeit nicht ausgelastet werden. Vorübergehend andere Arbeiten zu übernehmen, sind die meisten nicht bereit, denn als Lehrer gehört man zu den „white collar workers“. Im Verlaufe der nächsten Monate werden laufend neue Schüler bei der BSSK eintreten, rechnet Regina. So werden sich die Klassen füllen und die Pensen der Lehrer erhöhen. Wie sich zeigt, ist der Weg in den normalen Schulalltag lang und anstrengend.

Gegenwärtig wird auf dem Schulgelände ein Regenwasserproblem behoben, das schon seit langem existiert. Da das Land leicht abfallend ist, wird bei starkem Regen Erde ausgeschwemmt und über das Gelände gespült. Das bedeutet: rote Erde überall, glitschige, aufgeweichte Wege, verfärbte Hauswände. Nun werden Kanäle gebaut, durch die das Wasser geordnet abfliessen kann. Diese bleiben offen. Damit die Tiere nicht hineintreten, wird Regina die Ränder mit Büschen bepflanzen.

Die Maurerarbeiten am neuen Annina Hänny Schulhaus sind fertig. Jetzt werden eigene, grosse Bäume gefällt, aus denen Balken gehauen werden für die Dachkonstruktion.

Im ersten Quartal dieses Jahres hatte Regina mehrere virtuelle Auftritte. Den Wirtschafts-Studenten der Fachhochschule Nordwestschweiz hielt sie eine Vorlesung über Unternehmertum und am Internationalen Frauentag (8. März) nahm sie an einer Diskussion teil, ebenfalls organisiert von der FHNW. Beim Königreich Buganda bestritt sie eine Fernsehsendung anlässlich des Frauentages. Als erfolgreiche Unternehmerin in einem afrikanischen Land sind Reginas Erfahrungen gefragt.

Mit grösster Wahrscheinlichkeit hat Regina die Coronavirus-Erkrankung durchgemacht. Sie hatte sehr starken Husten und Geschmacksverlust und half sich mit dem Absud von Blättern verschiedener heilender Pflanzen durch Einnehmen und Inhalieren. Glücklicherweise geht es Regina wieder gut.

Mit dieser positiven Meldung wünschen wir Ihnen frohe Ostern und einen erheiternden Frühling.

Das Web-Team