Rektorin

Portrait von Regina Nasseremba

Regina Nasseremba

Regina Nasseremba

Am 22. Dezember 1978 wurde Regina Nasseremba im Dorf Kiboga geboren. Ihre Mutter war alleine und hatte kein Verkehrsmittel, um ins Spital zu gehen. Als sie zu Fuss dorthin unterwegs war spürte sie, dass die Geburt nahte, und so entschloss sie sich, unverzüglich nach Hause zurückzukehren. Die schnelle und problemlose Geburt ihres 10. Kindes veranlasste die Frau, ihrem Mädchen den Namen „Ssanyu“ zu geben, was so viel heisst wie „Freude“. Der Vater hatte zu diesem Zeitpunkt die Familie bereits verlassen. Die Mutter trug die Verantwortung für ihre Kinder alleine. Erschwerend hinzu kam der Bürgerkrieg in jenen Jahren. Mit Glück und Geschick überlebte die Familie diese gefährliche und entbehrungsreiche Zeit.

Ab 1985 besuchte Regina die Primarschule. Ihre Mutter hatte Arbeit gefunden bei holländischen Missionaren im Dorf und war daher in der Lage, das Schulgeld aufzubringen. Für die teurere Sekundarschule jedoch, die auswärts besucht werden musste, fehlte das Geld. Die Missionare erkannten die schulischen Fähigkeiten der aufgeweckten Schülerin und übernahmen die Kosten für die Sekundarschule. Diese schloss Regina so hervorragend ab, dass der ugandische Staat das anschliessende Studium an der Makerere Universität in Kampala finanzierte. 2002 legte die heutige Schuldirektorin ihre Prüfungen in Wirtschaft und Geografie ab.

Anschliessend arbeitete Regina an einer Primarschule, und von 2003 bis 2008 an der renommierten St. Joseph’s Senior Secondary School in Naggalama. In der Freizeit engagierte sie sich für eine christliche Jugendorganisation, die weltweit tätig ist. Das war jene Plattform, die Regina einen Kontakt in die Schweiz ermöglichte.

Vom Mai 2008 – September 2010 besuchte Regina zuerst die Benedict-Sprachschule in Zürich und dann die Fachhochschule Nordwestschweiz in Brugg und in Olten, die sie mit dem Bachelor of Science in Business Administration (International Management) abschloss. Kurz nach der Diplomierung kehrte Regina in ihre Heimat zurück. Mit dabei hatte sie den detaillierten Projektbeschrieb ihrer Schule. Und der Traum erfüllte sich!